Nachdem im Ruhrtal bereits in verschiedenen Bereichen erfolgreiche Kooperationen entstanden sind, soll nun auch im Schützenwesen ein neuer gemeinsamer Weg beschritten werden. Auch auf sportlicher Ebene, konnte durch die Allianz der Fußball- und Handballabteilungen der FSG Ruhrtal TuS Oeventrop und TuRa Freienohl eine enge und zukunftsorientierte Zusammenarbeit begonnen werden. Die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen durch den Musikverein Freienohl e.V. und den Musikverein 1903 Oeventrop e.V. wird inzwischen bereits seit einiger Zeit erfolgreich gemeinsam organisiert, indessen planen auch zwei traditionsreiche Schützenbruderschaften eine engere Verbindung.
Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus 1766 e.V. Oeventrop und die St. Nikolaus Schützenbruderschaft 1702 e.V. Freienohl haben nach mehreren Gesprächen und Sitzungen beschlossen, eine Fusion beider Vereine auf den Weg zu bringen. Ziel der geplanten Zusammenlegung ist es, die Traditionen beider Bruderschaften langfristig zu sichern und die Kräfte innerhalb des Ruhrtals zu bündeln. Um dem positiven Fusionsbeispiel aus der Welt des Sports zu folgen, sollen die beiden Schwergewichte im Schützenwesen künftig gemeinsam unter dem Namen Schützengemeinschaft Ruhrtal e.V. firmieren.

Im Rahmen der Gespräche wurden bereits erste organisatorische Punkte abgestimmt. So ist vorgesehen, dass künftig ein gemeinsames Antreten der Offiziere stattfinden soll. Nach den derzeitigen Planungen werden Hauptmann Claas Lichte aus Freienohl und Schützenoberst Rainer Mühlnickel aus Oeventrop künftig gemeinsam vor dem Haus Brüggemann auf der Scherse antreten.

Auch für die Durchführung der Schützenfeste wurde eine neue Regelung angedacht. Demnach soll das gemeinsame Schützenfest in den geraden Jahren in Oeventrop und in den ungeraden Jahren in Freienohl stattfinden. Damit möchten beide Orte weiterhin regelmäßig Gastgeber der traditionellen Festtage sein. Die Nachfeiern sowie das traditionelle Heringsbegraben der Freienohler Kompanien bleiben hiervon unberührt.
Die entsprechenden Planungen wurden bei der Kreisversammlung des Kreisschützenbund Arnsberg e. V. am 14. März vorgestellt. Kreisoberst Thomas Reiß begrüßte die Initiative und bestätigte nach Angaben der beteiligten Vereine die Zustimmung des Kreisverbandes zu diesem Vorhaben und lobte beide Vorstände für ihr großes Maß an Engagement zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Schützenwesens im Sauerland.
In den kommenden Monaten sollen weitere Details zur organisatorischen Umsetzung, zu möglichen gemeinsamen Veranstaltungen sowie zu einer zukünftigen Vereinsstruktur erarbeitet werden.
Text und Bild: Ronald Frank/Andreas Günther

